Von Excel-Listen zur Lernplattform: Wie Schoenergie Lernen neu organisiert hat.

Von Excel-Listen zur Lernplattform: Wie Schoenergie Lernen neu organisiert hat.
Im Live-Webinar am 28.08.2025 haben Jennifer Winter, Personalentwicklerin beim Solarstrom-Experten Schoenergie, und Dr. Jörn Heyenrath, CRO von Studytube, Einblicke geteilt, wie Weiterbildung digitalisiert und eine Lernplattform erfolgreich im Unternehmen eingeführt werden kann.
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Von Excel-Listen zur Lernplattform:
Wie Schoenergie Lernen neu organisiert hat.
Was passiert, wenn ein Familienunternehmen von 150 auf fast 400 Mitarbeitende wächst – und das in nur zweieinhalb Jahren? Für Schoenergie aus Föhren bei Trier war klar: Mit Excel-Listen und einzelnen Teams-Calls lässt sich Weiterbildung in dieser Größenordnung nicht mehr managen.
Die Branche boomt, Fachkräfte sind knapp, und Arbeitssicherheit hat oberste Priorität. Gleichzeitig müssen Monteure in ganz Deutschland geschult werden – möglichst ohne ständig ins Headquarter reisen zu müssen. Die Antwort: Eine digitale Lernplattform, die Weiterbildung vom Stolperstein zum Erfolgsfaktor macht.
Warum eine Lernplattform zur Chefsache wurde
„Irgendwann kamen wir an den Punkt, an dem es einfach nicht mehr ging. Wir hatten kein zentrales System, jede Abteilung kochte ihr eigenes Süppchen und Lernfortschritte waren kaum nachvollziehbar.“ - erzählt Jennifer Winter, Personalentwicklerin bei Schoenergie.
Die Entscheidung fiel: Eine Plattform muss her. Aber nicht irgendeine – sondern eine Lösung, die Lernen mit Automatisierung verbindet, Compliance abbildet und auch die Monteure erreicht, die selten vor dem PC sitzen.
Von aufwendiger Verwaltung zur smarten Plattform
Heute läuft Weiterbildung bei Schoenergie über klar strukturierte Prozesse:
- Seminarmanagement mit Automatisierung: Mitarbeitende buchen sich selbst in Schulungen ein, Vorgesetzte genehmigen dies mit einem Klick und im Nachgang werden Zertifikate und Feedbackbögen automatisiert versendet.
- Kompetenzmanagement auf Knopfdruck: Ab wann braucht jemand eine Auffrischung im Arbeitsschutz? Das System erinnert rechtzeitig.
- KI-gestützte Kursentwicklung: Statt monatelang an Inhalten zu feilen, können Kolleg:innen Kurse in wenigen Tagen aufsetzen: Von Onboarding-Prozessen über Produkt-Schulungen bis zu individuellen Soft-Skill-Themen.
- Lernpfade & Microlearning: Inhalte sind kleinteilig, jederzeit abrufbar und perfekt in den Arbeitsalltag integrierbar.
Besonders wichtig: Alles funktioniert auch mobil über Firmenhandys – so können Monteure lernen, wann und wo es für sie passt.
Akzeptanz ist kein Selbstläufer
Eine Plattform einzuführen, ist das eine. Sie zum Leben zu erwecken, das andere. Schoenergie setzte auf eine bunte Kommunikationsstrategie.
Sie nutze unter anderem:
- Ankündigung Postings im Intranet,
- QR-Codes und Links in Newslettern & Aushängen,
- Kommunikation via Monitore in Pausenräumen,
- und Führungskräfte als Multiplikatoren.
Das Ergebnis: Schon kurz nach dem Go-Live gab es nicht nur eine hohe Teilnahme an Pflichtschulungen, sondern auch enormen Zulauf bei freiwilligen Themen wie Gesundheit, Ernährung oder Stressmanagement. „Diese Kurse sind bei uns fast immer ausgebucht“, erzählt Jennifer.
Wenn Sie die gesamte Lernreise von Schoenergie nachlesen möchten, dann schauen Sie in die Erfolgsgeschichte rein: “So bleibt das Know-how in der Energiebranche auf Kurs.”

Ihre Fragen aus dem Publikum – Unsere Antworten
Im Webinar sind einige praxisnahe Fragen zu den bisherigen Erfahrungswerten aufgekommen. Gerne haben wir die Antworten für Sie nochmal verschriftlicht:
1. Wie organisiert ihr das Upskilling der Mitarbeiter inhaltlich?
Schoenergie: Wir gehen regelmäßig in die Abteilungen, hören nach, was gebraucht wird und prüfen: Haben wir die Expertise intern oder brauchen wir externe Angebote? Upskilling lebt von kontinuierlicher Kommunikation und ist kein einmaliges Projekt.
2. Muss man Profi sein, um Schulungsvideos zu produzieren?
Schoenergie: Nein, ganz und gar nicht! Wichtig ist, dass Inhalte schnell und unkompliziert verfügbar sind – Perfektion kommt später. Am Anfang haben wir einfach Bildschirmaufnahmen aus Teams-Calls genutzt und diese als erste Schulungen bereitgestellt. Entscheidend ist die fachliche Substanz, nicht die Hochglanzoptik. Mit der Zeit entwickelt man automatisch mehr Routine und wächst Schritt für Schritt in professionellere Formate hinein. Wichtig ist: Einfach machen!
3. Wie schafft man es,, dass die Lernplattform angenommen und regelmäßig genutzt wird?
Schoenergie: Niedrige Einstiegshürden waren entscheidend: Single Sign-On, klare Kommunikation und spannende Inhalte. Und ganz wichtig: Mehr als nur Pflichtschulungen anbieten damit die Plattform spannende Inhalte hat und Neugier weckt.
4. Welche Rolle spielt KI in selbst erstellten Kursen?
Schoenergie: Die KI nimmt uns viel Vorarbeit ab: Sie strukturiert Inhalte, schlägt Fragen vor und liefert Textbausteine. Internes Wissen kann die KI natürlich nicht liefern und wir müssen auch alles noch einmal auf Richtigkeit prüfen. Eine gute Zusammenarbeit aus Mensch und Maschine macht die Erstellung von eigenen Schulungen gut umsetzbar.
5. Wie viele Personen betreuen die Plattform – administrativ und inhaltlich?
Schoenergie: In der Personalabteilung kümmern sich zwei Mitarbeitende administrativ um die Plattform. Dazu kommen in etwa 10–15 Autor:innen, die neben dem Tagesgeschäft Inhalte erstellen. Meist dauert die Erstellung von einem neuen Kurs ein bis zwei Wochen, das ist machbar und skalierbar.
6. Wie können Monteure ohne PC-Arbeitsplatz oder Dienstlaptop lernen?
Schoenergie: Alle Monteure bei Schoenergie haben Firmenhandys und können dort über die mobile Version die Plattform abrufen. Damit können sie Lernpfade, Kurse und Videos jederzeit abrufen. Besonders in Zeiten, in denen weniger Einsätze stattfinden, ist das ein echter Vorteil und die Weiterbildung kann von unterwegs aus passieren.
Studytube: Andere Studytube-Kunden, bei denen nicht alle Mitarbeitenden ein Diensthandy besitzen, nutzen beispielsweise Lernplätze im Pausenraum oder richten gesonderte Lernräume in Produktions- oder Vertriebsstätten ein. So bekommt Lernen im Unternehmen wortwörtlich einen Raum.
7. Wie werden freiwillige Weiterbildungen angenommen? Gerade Soft Skills sind ja nicht verpflichtend wie Compliance.
Schoenergie: Die freiwilligen Themen sind oft die spannendsten. Angebote zu Gesundheit, Ernährung, Stress-Management oder Selbstorganisation sind bei uns sehr gefragt und in der Regel schnell ausgebucht. Das Interesse ist hoch, weil Mitarbeitende diese Inhalte direkt mit ihrem Alltag verbinden können. Wir müssen somit keine gesonderte Werbung hierfür machen.
8. Welche Auswertungsmöglichkeiten gibt es über Abteilungen oder Mitarbeitendengruppen?
Schoenergie: Die Plattform bietet unzählige Reports – von Team-Aktivitäten über Anmeldungen und Stornoraten bis hin zu Nutzungsquoten. Wir können Dashboards individuell zusammenstellen und sogar automatisierte Reportings an ausgewählte Empfängergruppen versenden. So behalten wir jederzeit den Überblick.
Schritt für Schritt statt Big Bang Theory
Unsere Empfehlung an Unternehmen: Nicht alles auf einmal digitalisieren. Wer versucht, von Tag eins an sämtliche Themen, Prozesse und Inhalte in eine Lernplattform zu pressen, überfordert schnell sowohl die Organisation als auch die Mitarbeitenden. Erfolgreicher ist ein schrittweises Vorgehen: mit einem klaren Use Case starten, erste Erfolgsgeschichten sichtbar machen und darauf aufbauen.
Genau diesen Ansatz verfolgt auch Schoenergie – und bestätigt unsere Erfahrung:
„Besser klein anfangen und dann wachsen. So entwickelt sich nicht nur die Plattform, sondern auch die Lernkultur im Unternehmen.“
Fazit: Ein Vorbild für den Mittelstand
Was Schoenergie zeigt: Auch mittelständische Unternehmen können Weiterbildung professionell, digital und effizient gestalten – ohne gleich ein Großkonzern zu sein. Mit einer klaren Strategie, mutiger Kommunikation und dem richtigen Maß an Pragmatismus wird Lernen vom Pflichtprogramm zum Wettbewerbsvorteil.
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